OSZE

Norwegen war eines der Gründungsmitglieder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).Die Organisation wurde 1975 in Helsinki als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gegründet, hat sich aber seitdem stark vergrößert und umfasst heute 55 Mitgliedsstaaten in Europa, Nordamerika und dem gesamten Gebiet der GUS. Wie die meisten anderen internationalen Organisationen ist die OSZE seit dem Fall der Berliner Mauer eine Reihe radikaler Veränderungen durchlaufen, und neue Gelegenheiten zur Entwicklung innerhalb ihrer Verantwortlichkeit entstanden zu Beginn der 90er Jahre. Gemeinsam mit der UN, der EU und der NATO war die OSZE am Wiederaufbau des Balkans, Osteuropas und der GUS beteiligt.

Norwegens Engagement in der OSZE ist durch den Wunsch begründet, Ost und West zusammenzubringen und Sicherheit und demokratische Entwicklung in allen Ländern des OSZE-Gebiets – von Vancouver bis Wladiwostok – zu fördern. Die OSZE ist in erster Linie ein Instrument für die Sicherung von Frieden, Stabilität und enger Zusammenarbeit einer Reihe sehr unterschiedlicher Staaten. Norwegens Bemühungen in der OSZE erreichten während seines Vorsitzes der Organisation im Jahr 1999 ihren Höhepunkt. Die Hauptkonzentration zur Zeit des norwegischen Vorsitzes war auf die Krise im Kosovo ausgerichtet. In Verbindung mit weitreichenden Maßnahmen in den drei signifikanten Dimensionen der OSZE (politisch-militärisch, menschlich, wirtschaftlich und umweltbezogen) trat Norwegen außerdem für eine engere Koordination dieser Aktivitäten ein, um so Synergieeffekte zu erzielen.

Norwegen hat innerhalb der OSZE für lange Jahre ein starkes politisches Profil behauptet und wird dies auch weiterhin tun. Einer der Hauptgründe dafür ist die Tatsache, dass die OSZE praktisch die einzige politische Arena ist, in der fast alle Länder Eurasiens und Nordamerikas auf gleicher Ebene zusammenkommen und zentrale Punkte in Bezug auf Sicherheit, Stabilität und Entwicklung in diesem großen geografischen Gebiet diskutieren können. In diesem Zusammenhang sind die EU, die USA und Russland gleichwertige Partner. Die große Anzahl von Mitgliedern sichert auch, dass all die Länder, die in aktiver Weise ihre Gesellschaften demokratischer, stabiler, friedvoller und wohlhabender machen möchten, Unterstützung und Informationen erhalten. Norwegen möchte sowohl in politischer Hinsicht als auch durch die Unterstützung konkreter Projekte soviel wie möglich zu dieser wichtigen Arbeit beitragen.