Abkommen mit Russland über Grenzanwohnerausweis am 29. Mai in Kraft getreten

Letzte Aktualisierung: 30.05.2012 // Norweger und Russen, die in einem bestimmten Abstand zur norwegisch-russischen Grenze wohnen, können ab dem 29. Mai beim russischen Generalkonsulat in Kirkenes bzw. beim norwegischen Generalkonsulat in Murmansk einen Grenzanwohnerausweis beantragen.

„Das Abkommen über den Grenzanwohnerausweis macht es wesentlich einfacher für die Menschen im norwegisch-russischen Grenzgebiet, die Grenze zu überqueren und sich in den Gebieten auf beiden Seiten der Grenze aufzuhalten und zu bewegen,“ sagt Norwegens Außenminister Jonas Gahr-Støre. „Das Abkommen ermöglicht einen verstärkten Kontakt zwischen den beiden Ländern. Es ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Kontakts zwischen den Menschen, die in den Nordgebieten leben, was ein erklärtes Ziel der norwegischen ‚Nordgebiete-Politik‘ ist.“

Norweger und Russen, die in bis zu 30 Kilometer Entfernung zur Grenze ihren festen Wohnsitz haben, können einen Anwohnerausweis beantragen. Das Abkommen, das am 2. November 2010 unterschrieben wurde, betrifft ca. 9000 Menschen aus der Kommune Sør-Varanger in Norwegen und ca. 45 000 Menschen aus den Regionen Zapoljarnyj und Korzunovo, wie auch aus Teilen der Regionen Nikel und Petsjenga auf der russischen Seite der Grenze. Die Inhaber des Anwohnerausweises können sich bis zu 15 Tage lang ohne Visum im definierten Grenzgebiet des anderen Staates aufhalten.

„Es freut mich, dass wir das Passieren der Grenze für die Anwohner erleichtern können,“ sagt die norwegische Justiz- und ehemalige Verteidigungsministerin Grete Faremo. „Die grenzpolitische Zusammenarbeit mit Russland ist für uns sehr wichtig, und dieses Abkommen ist ein gutes Beispiel für eine gelungene und weitsichtige Zusammenarbeit, die Raum für Weiterentwicklung lässt.“