Konferenz zur Vermeidung von Korruption

Letzte Aktualisierung: 17.09.2010// Anlässlich der Konferenz “How to Reduce Corruption Risks in Grant Management” kamen am 15.- 16. September in Berlin die Beauftragten der Empfängerländer der EWR-Zuschüsse zusammen. Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Prävention sowie die Bekämpfung von Korruption hinsichtlich der EWR- Zuschüsse 2009-2014.

Die EWR-Zuschüsse 2009-2014 wurden vor kurzem auf einer Veranstaltung für die Empfängerländer in Brüssel vorgestellt. Die Bekämpfung von Korruption und Missbrauch ist ein wichtiges Thema und ein grundsätzliches Prinzip bei der Verwendung von EWR-Zuschüssen. Das Norwegische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten veranstaltete deshalb in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat für EWR-Zuschüsse (FMO) und der Organisation Transparency International (Europa) eine Konferenz zum Thema Korruptionsbekämpfung. Die Veranstaltung richtete sich an Organisationen, die für die Verteilung der EWR-Zuschüsse in den jeweiligen Empfängerländern verantwortlich sind.

Diskutiert werden sollten mögliche Maßnahmen, die eine missbräuchliche und korrupte Verwendung von EWR-Zuschüsse weiter verringern können. In diesem Zusammenhang wurden Erfahrungen und sogenannte ”Best Practices” im Rahmen der Korruptionprävention ausgetauscht. Am ersten Tag standen die generellen Entwicklungen der Korruption und deren Bekämpfung im Mittelpunkt der Diskussion. Mit den Schlussfolgerungen des ersten Tages sowie den bisher gesammelten Erfahrungen konnten am zweiten Tag konkreter Maßnahmen gegen das Auftreten von Korruption und Missbrauch diskutiert wurden.

Mehrere Experten gaben den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die Thematik, unter anderem Daniel Kaufmann, der als leitender Wissenschaftler am Bookings Institute die Hauptrede der Konferenz hielt. Weitere Redner kamen aus dem Sekretariat der Staatengruppe gegen Korruption (GRECO), dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), der E-Governance Academy Foundation, dem One World Trust, der Transparency International, OLAF, dem FMO und dem Norwegischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten.

Der Beitrag der EWR-Länder beträgt im Zeitraum 2009-2014 1,79 Milliarden Euro, die hauptsächlich zur sozialen und wirtschaftlichen Angleichung und Zusammenarbeit in Europa beitragen sollen. Der norwegische Anteil beträgt hier 97 Prozent.