Grundlagenforschung

Grundlagenforschung ist in allen Bereichen der Gesellschaft unverzichtbar und bildet die Basis für höhere Bildung und die Anwerbung von Forschern. In Norwegen ist die Grundlagenforschung auch die Basis für die Schaffung von Wohlstand in Bereichen wie der Ölindustrie, der Aluminiumindustrie und der Aquakultur.

Norwegens Aufwendungen für die Grundlagenforschung betragen ungefähr 18% der gesamten operativen Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungszwecke. Im internationalen Vergleich ist diese Summe nicht besonders groß, dies kann aber dadurch erklärt werden, dass der norwegische Industriesektor einige Kooperationen mit ausreichend starken Quellen aufweist, um so seine eigene Grundlagenforschung zu betreiben. Fast 7% der Grundlagenforschung werden innerhalb von Handel und Industrie betrieben. Der Hochschulbereich spielt eine weit wichtigere Rolle in der Grundlagenforschung, und fast drei Viertel aller norwegischen Aktivitäten in der Grundlagenforschung spielen sich in diesem Bereich ab.

Eine der Hauptzielrichtungen der norwegischen Forschungspolitik ist die weitere Stärkung der langfristigen Grundlagenforschung. Politische Maßnahmen umfassen alle Disziplinen und richten sich an staatliche Universitäten, Hochschulen und unabhängige Forschungsinstitute. Diese Institutionen bilden die Eckpunkte des norwegischen Forschungssystems; hier lehrt man auf der Grundlage von Forschung, neue Forscher werden angeworben und neues Fachwissen entsteht und wird an die Gesellschaft und die Industrie weitergegeben. Die Regierung räumt der Erhaltung und Verbesserung dieses Forschungsumfeldes hohe Priorität ein.

Den höheren Bildungseinrichtungen werden mehr Mittel und eine planbare Finanzierung zuerkannt. Neue Formen leistungsorientierter Finanzierung wurden im Jahr 2002 eingeführt.

  • Für langfristige Grundlagenforschung werden die Programme des Norwegischen Forschungsrats mehr Mittel erhalten.
  • Die wissenschaftliche Ausrüstung der Einrichtungen wird modernisiert und aufgestockt.
  • Die Anwerbung von Forschern wird verstärkt betrieben.
  • Das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter im Forschungsbereich wird intensiver verfolgt.
  • Besondere Bemühung gilt der verstärkten Anwerbung von Frauen für die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften sowie für hohe akademische Positionen.