Die Regionen

Letzte Aktualisierung: 02.12.2009 //

Die Westküste

Nur wenige Orte auf der Welt bieten eine solch großartige Landschaft wie die westnorwegischen Fjorde. Viele von ihnen sind tief und eng, mit Bergen, die direkt aus dem Wasser hinaufragen, und mit aus größer Höhe hinabstürzenden Wasserfällen. Es gibt aber auch mehr offene, „freundliche“ Fjorde, an denen durch ertragreiche Landwirtschaftsflächen und Fischfang prosperierende Gemeinden entstanden sind.

Die Vielfalt der norwegischen Fjorde ist auch auf andere Art erfahrbar. Im Sommer können Sie ihren Tag mit einer Skifahrt auf dem Folgefonna-Gletscher beginnen und ihn mit einem Bad im Meer beenden. Es gibt Orte, an denen blühende Obstbäume auf schneebedeckte Berge treffen. Sie können die Kunst der Natur, verkörpert in einem Wasserfall namens Brautschleier, zusammen mit der Ingenieurskunst erleben, die sich in den Haarnadelkurven des Ørneveien- oder Trollstigen-Wegs ausdrückt. Sie können sich auch auf einen Besuch der Städte Bergen und Stavanger freuen, wo bezaubernde Holzhäuser und eine moderne Schiffs- und Ölindustrie nebeneinander existieren.

Viewpoint Geirangerfjord. Foto: CH / Innovation Norway

Zentralnorwegen

Zentralnorwegen spielte eine Schlüsselrolle in der norwegischen Geschichte. Die Schlacht von Stiklestad im Jahr 1030 war ein Wendepunkt in der Christianisierung des Landes. Nidaros, das alte Trondheim, war das politische, religiöse und handelsmäßige Zentrum des Landes und für mehr als vierhundert Jahre ein mittelalterliches Pilgerziel.

Die Nidaros-Kathedrale ist der größte mittelalterliche Bau in Skandinavien und rühmt sich herrlicher Skulpturen und schöner Kirchenfenster. Die ursprüngliche Kirche wurde an der Stelle gebaut, an der der Heilige Olav nach seinem Tod in der Schlacht von Stiklestad begraben wurde.

Trondheim ist für seine hölzernen Bauten bekannt, und viele von den ältesten Häusern stehen direkt am Hafen und am Fluss und künden von der langen Handelsgeschichte der Stadt.

Im Osten liegt die gut erhaltene Minenstadt Røros. Die Stadt mit ihrer einzigartigen Kirche und hunderten von schönen Holzhäusern wurde auf die UNESCO-Liste des Welterbes gesetzt.

The church in Røros. Foto: Terje Rakke / Nordic Life AS / Innovation Norway

Nordnorwegen

In Nordnorwegen wirft die Mitternachtssonne ihr klares Licht auf aufregende Inselformationen, tiefe Fjorde, schneebedeckte Berge, saftige Weiden und ausgedehnte Moore. Die Magie des Lichts in dieser Region hat viele Schriftsteller, Musiker und Künstler inspiriert.

Diese herrliche Region hat viel zu bieten. Ob Sie die Küste mit einem Küstendampfer entlang fahren oder der Straße folgen, Sie treffen auf bezaubernde Dörfer und alte Handelsposten, wo Sie mit der örtlichen Bevölkerung und ihrer Kultur bekannt werden. Sie können auf die Samen treffen, die Urbevölkerung des Nordens, und etwas über ihre Traditionen und ihre heutige Lebensweise lernen.

Trotz seiner nördlichen Breite verfügt Nordnorwegen dank der gemäßigten Wassertemperaturen des Golfstroms, der die Küste erreicht, über ein mildes Klima. Wenn Sie sowohl Nachtleben als auch Kultur erleben möchten, Tromsø wird oft „das Paris des Nordens“ genannt – oder Sie fahren zum Nordkap und erleben die Aussicht am äußersten Ende Europas.

Couple at Ramberg beach, Lofoten. Foto: CH / Innovation Norway

Südnorwegen

In Ergänzung zu gutem, stabilen Sommerwetter bietet diese Region alles – von charmanten, lebendigen Küstenorten bis hin zu den außerordentlichen Landschaften und den kulturellen Freizeitmöglichkeiten der Binnenregionen. Kleine Städte und Dörfer, oft geschützt durch felsige Inseln vor der Küste, liegen hier wie Perlen auf einer Schnur.

Gute, sichere Häfen waren einstmals für Handelsschiffe und Fischerboote von Bedeutung, und diese Seehäfen entwickelten sich im Laufe der Zeit zu lebendigen Handels- und Kulturzentren. Im Sommer bieten die örtlichen Märkte einen Überfluss an Früchten, Beeren und ausgesuchtem Gemüse, und natürlich an Fisch. Es sei denn, Sie möchten den Fisch lieber selbst angeln.

Im Binnenland, nicht weit von der Küste entfernt, warten Berge und Täler, Süßwasserseen zum Angeln, stille Wälder und Hochmoore. Wie alle Abfahrts-Liebhaber wissen, ist Morgedal im Land Telemark die Wiege der Skifahrt. Und nicht weit davon entfernt können Sie von der Küste aus, über den Telemark-Kanal, an Bord der ehrwürdigen Victoria, weit hinein ins Land segeln. Dem Kanal wurde von Europa Nostra die höchste Auszeichnung für Restaurierung und Erhaltung zuerkannt.

Lyngør on the coast of Southern Norway. Foto: Matti Bernitz / Innovation Norway

Ostnorwegen

Ostnorwegen rühmt sich einer abwechslungsreichen Landschaft, von flachem, sanft geschwungenem Farmland bis hin zu aufregenden, sich türmenden Bergen. In dieser Region finden Sie die Hauptstadt Oslo und die älteste Stadt Norwegens, Tønsberg, sowie den größten See in Norwegen, den Mjøsa-See, und den höchsten Berg Norwegens, den Galdhøpiggen (2.469 m).

Ostnorwegen ist die dichtest besiedelte Region des Landes und bietet eine reiche Auswahl an kulturellen Aktivitäten und Freizeitmöglichkeiten in der Natur. Große Teile der Region sind von Wäldern bedeckt, und unzählige Seen und Flüsse bieten exzellente Angelmöglichkeiten. Ein wirklich einzigartiges Kultur- und Architekturerlebnis ist ein Besuch der fast eintausend Jahre alten Ruine der Kathedrale in Hamar am Mjøsa-See.

Am Ende des Oslofjords liegt die Hauptstadt mit ihrem großen und abwechslungsreichen Programm, bestehend aus Konzerten, Theater und Oper, Museen und Galerien. Oslo ist bekannt für sein Nachtleben, für zwanglose Straßencafés sowie eine große Auswahl an Restaurants und Geschäften.

Nicht weit von Oslo entfernt liegen die schönen, geschwungenen Täler von Numedal, Hallingdal, Eggedal und Gudbrandsdalen. In Reichweite liegen außerdem mitreißende Landschaften, pittoreske Küstendörfer und weite, unberührte Bergregionen.

Galdhøpiggen. Foto: Johan Wildhagen / Innovation Norway